Markus Becherer hat eine spannende Reise von der Welt der Wissenschaft zur Bühne der Selbstständigkeit hinter sich und inspiriert nun als Poetry Slammer, Trainer und Moderator sein Publikum – was er als fester Bestandteil der SummerSchool des Gründungsbüros nun schon seit mehreren Jahren unter Beweis stellt.
„Neugier ist ein schönes Gefühl, was Gründer*innen haben müssen – einfach neugierig sein auf Neues und keine Angst davor haben.“ – Markus Becherer
Der Gründer: Flexibilität, Familie und der Sprung ins Unternehmertum
Markus Becherer, promovierter Chemiker, verbrachte Jahre damit, in der Wissenschaft zu forschen und zu lehren. Während dieser Zeit begann er, sich für die Kunst des Präsentierens zu begeistern: „Ich fand es super spannend, zu merken, was für einen Einfluss der präsentierende Mensch da vorne auf die Inhaltsvermittlung hat.“ Diese Faszination ist geblieben und gewachsen, als er selbst begann, seine wissenschaftlichen Arbeiten vorzustellen und sogar Preise für seine Präsentationen erhielt.
Die Idee: Vom Hobby zur beruflichen Leidenschaft
„Poetry Slam ist chronologisch das, was mich auf eine Bühne gebracht hat.“ Vor mehr als zehn Jahren, zuerst als Hobby, hat Markus damit angefangen: „Und durch diese ganze Bestätigung, durch diese Erfahrungen, die ich da gesammelt habe, und dann durch die Anfragen, plötzlich Workshops zu machen, ist das schleichend immer mehr geworden, parallel zum Studium und zur Promotion.“ Inspiriert wurde er dabei von kulturellen Abenden in seiner Wohngemeinschaft. Er schätzt das Potenzial der Bühne, Menschen zu bewegen und Ideen zu teilen. Diese Erfahrungen ließen ihn nicht mehr los. Der Schritt zur Selbstständigkeit kam dann nach und nach. Durch immer mehr Anfragen für Auftritte, Workshops und Moderationen wurde Markus klar, dass seine Leidenschaft auch sein Beruf werden könnte. Gemeinsam mit einem Freund wagte er den Schritt in die Selbstständigkeit, und 2019 wurde aus dem Hobby eine ernsthafte berufliche Tätigkeit.
Die Gründung: Ein Multitalent auf der Bühne des Lebens
Markus ist vielfältig auf der Bühne einsetzbar: Als Trainer, Moderator, Poetry Slammer oder Trauredner. Was als Freundschaftsdienst begann, entwickelte sich zu einer gefragten Dienstleistung. Besonders seine einfühlsamen Traureden haben ihm viel Anerkennung eingebracht: „Ich möchte wirklich zwei Menschen kennenlernen und deren Geschichte aufs Papier bringen.“ Zudem helfen ihm seine Erfahrungen aus der Wissenschaft und seine praktischen Fähigkeiten dabei, als Trainer und Moderator nahbar und authentisch zu sein und sein Wissen erfolgreich zu vermitteln. Markus genießt insbesondere die persönliche Atmosphäre kleinerer Bühnen: „Ich finde sie mehr auf Augenhöhe. Die großen Bühnen klingen beeindruckend und sie machen auch Spaß. Sie geben viel Energie. Aber bei dem anderen habe ich noch mehr das Gefühl, bei meinen Zuhörer*innen zu sein.“
Der Rat von Markus Becherer für angehende Gründer*innen…
„Fokus! Gerne erst mal zu Beginn der Selbstständigkeit nur auf eine Sache fokussieren, die dann erst richtig gut machen und erst danach den nächsten Schritt gehen.“ Und er erinnert daran, dass Misserfolge Teil des Prozesses sind: „Also nicht abschrecken lassen und weiter ausprobieren.“
„Wer aufhört zu werben, um Geld zu sparen, kann ebenso seine Uhr anhalten, um Zeit zu sparen.“ – Dieses berühmte Zitat wird dem Unternehmer Henry Ford zugeschrieben und viele Expert*innen pflichten ihm bei: Wer Geld verdienen will, sollte definitiv nicht an der Werbung sparen; erst recht nicht an Online-Marketing. Die digitalen Verkaufswege und Plattformen eröffnen neue Möglichkeiten für spannende und innovative Marketingmaßnahmen. Besonders als Startup hat man zu Beginn kein üppiges Marketingbudget, sondern muss genau planen, wie man Geld am besten einsetzt, um neue Kund*innen zu akquirieren. Wir haben uns tatkräftige Unterstützung ins Boot geholt: Marcel Zirkel, Gründer der Onlinemarketingagentur OMmatic aus Kaiserslautern spricht mit uns über die wichtigsten Fakten rund um die Themen Search Engine Optimization, Search Engine Advertisement sowie Reporting und Analyse.
Die Unternehmenskultur in Startups repräsentiert das Herzstück dieser dynamischen Unternehmensform, die von Innovation, Flexibilität und einem einzigartigen Teamgeist geprägt ist. Startups zeichnen sich durch ihre Fähigkeit aus, schnell auf Veränderungen zu reagieren, neue Ideen umzusetzen und sich kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Aber wie baut man eine Unternehmenskultur auf und begeistert seine Mitarbeitenden dafür? Dieser Frage gehen wir mithilfe von zwei Expertinnen auf den Grund. Zum einen mit Jelena Klingenberg, sie ist die Gründerin des HR-Startups hppypple aus Bingen, eine Full Service HR-Agentur, die sich um die Belange ihrer Kund*innen im HR-Bereich kümmert. Dazu gehört natürlich auch der Aufbau einer Unternehmenskultur, der Recruiting- und Bewerbungsprozess sowie die täglichen Fragen im Umgang mit Mitarbeitenden. Zum anderen mit der systemischen Coachin Gentiana Daumiller, sie kommt aus Koblenz und ist u.a. Expertin im Bereich Fehlerkultur. Mit ihr haben wir über die Herausforderungen und Fragestellungen rund um das Thema „Fehler“ gesprochen. Sie gibt Einblick in ihren Arbeitsalltag und erklärt uns, wieso und wie Fehler Startups voranbringen.
Greenable hat sich der Herausforderung des Klimawandels gestellt und eine Software entwickelt, die es Unternehmen ermöglicht, den CO2-Fußabdruck ihrer Produkte zu berechnen.
„Nehme ich das teurere Produkt mit einem geringeren CO2-Ausstoß oder das günstigere Produkt mit einem höheren CO2-Ausstoß? Das wird in den nächsten Jahren unsere Welt beschäftigen.“ – Dr. Patrick Kölsch, Co-Founder und CEO von greenable.
Die Gründer: Eine gemeinsame Vision zum Thema Klimawandel und CO2-Bilanzierung
Die Gründer und Köpfe hinter dem Startup sind Alexander David, Patrick Kölsch, Lucas Hartmann und Viktor Schiller. Die Idee zu greenable ist 2020 aus dem Lehrstuhl Fertigungstechniken und Betriebsorganisation an der RPTU Kaiserslautern entstanden. „Insbesondere durch die Zusammenarbeit mit dem Gründungsbüro der RPTU&HS Kaiserslautern, und der daraus resultierenden Förderung des EXIST-Gründungsstipendiums, hatte die Idee, und somit auch das Unternehmen, extrem viel Fahrt aufgenommen,“ erklärt Alexander.
Das Produkt: Die Zukunft von Unternehmen liegt in der Inkludierung des CO2-Fußabdruckes in Preisschildern
Mit greenable haben die vier Gründer eine Software entwickelt, die Unternehmen dabei unterstützt, den CO2-Fußabdruck ihrer Produkte zu erstellen und offenzulegen. Patrick erklärt den Grundgedanken so: „Wenn du in zehn Jahren, egal wo du hingehst, ein Produkt hast, sagen wir mal einen Tisch, ein Auto oder ein Zahnrad, dann hast du neben dem Preisschild auch ein Schild über den CO2-Fußabdruck. Das heißt, du kannst selbst wählen: Nehme ich das teurere Produkt mit einem geringeren CO2-Ausstoß oder das günstigere Produkt mit dem höheren CO2-Ausstoß.“ Gerade mit dem Hintergrund des Klimawandels, des Lieferkettengesetzes und der neuen Berichtspflicht, wird der CO2-Fußabdruck spätestens 2025 ein fester Bestandteil von Unternehmen sein, die dazu verpflichtet werden, diesen für ihre Produkte auszuweisen.
Die Vision: Einen Beitrag zur Erreichung der nachhaltigen Zukunft
Die Gründer von greenable sind davon überzeugt, dass die Reduktion von CO2-Emissionen ein entscheidender Faktor für den Klimaschutz ist. Ihre Mission ist es, Unternehmen zu befähigen, den CO2-Fußabdruck ihrer Produkte offenzulegen, zu berichten und zu reduzieren. Sie möchten Unternehmen somit dabei helfen, ihre CO2-Bilanz so einfach, schnell und automatisiert wie möglich zu erstellen und somit einen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele zu leisten. Die gemeinsame Vision von greenable ist es, Transparenz über Industrien und Branchen hinweg zu schaffen. „Die Zukunft geht stark in Richtung des Digitalen Produktpasses, der genau dies unterstützen wird,“ erklärt Alexander.
Der Rat von greenable für angehende Gründer*innen…
Die Gründer von greenable sind sich einig: „Man muss die Dinge einfach mal machen und kontinuierlich dranbleiben – dann wird das schon gut werden! Es ist nicht unbedingt einfach, aber wir haben es geschafft, dass wir jetzt hier stehen und ein Unternehmen aufgebaut haben. Dass wir ein Produkt entwickeln konnten, das für die Zukunft relevant ist. Und das könnt ihr auch schaffen. Sucht euch motivierte Menschen, die auch mal anders ticken als ihr selbst und achtet auf eine gute Kommunikation im Team. Dann habt ihr schon einen wichtigen Baustein für ein erfolgreiches Unternehmen gelegt.“
Mehr über greenable erfahrt ihr auf der Homepage und auf Social Media: greenable
Kost‘ nix – taugt nix? Der Frage gehen wir in unserem eLearning-Kurs „Tools für Gründer*innen“ genauer auf den Grund. Demnach werden wir uns in diesem Kurs mit einer Vielzahl von kostenlosen Tools beschäftigen, die bei der Gründung eines Unternehmens helfen können. Wir werden uns intensiv damit auseinandersetzen, welche Werkzeuge tatsächlich nützlich sind und welche man besser meiden sollte. Dabei werden wir auch auf die Vor- und Nachteile der einzelnen Tools eingehen und verschiedene Anwendungsbereiche betrachten.
Auszug aus der Themenliste:
Aufgaben und Vorteile von Tools.
Kritische Bewertung, um besser entscheiden zu können, welche für die individuellen Bedürfnisse am besten geeignet sind.
Verständnis dafür, wie man die ausgewählten Tools in die Unternehmensgründung integriert und erfolgreich einsetzt.