A+ Composites GmbH

A+ Composites GmbH

Das Technologieunternehmen A+ Composites revolutioniert den Tape-Markt und gibt Produkten genau dort Festigkeit, wo sie dringend benötigt wird:

„Wir möchten weiterwachsen, innovativ sein und dabei unsere Werte in den Fokus stellen“, Dr. Markus Brzeski, A+ Composites.

Der Gründer: Verfolgte eigentlich zu Beginn nicht das Ziel der Selbstständigkeit

Dr. Markus Brzeski gründete sein heutiges Unternehmen als Solopreneur. Nach seinem Maschinenbaustudium in Bremen sammelte er Praxiserfahrung im Airbus-Konzern am Standort in Bristol / Filton in Großbritannien. Von dort aus führte ihn seine Reise in die schöne Pfalz, zum Institut für Verbundwerkstoffe (IVW) an der TU Kaiserslautern, um im Fachbereich Maschinenbau bei Prof. Peter Mitschang zu promovieren. Während dieser Zeit entstand seine Gründungsidee, zu deren Ausarbeitung er viel Freiraum von Prof. Mitschang bekam. Brzeski hat sich zu Beginn nicht als Selbstständigen gesehen, aber seine damalige Idee war so innovativ, dass er Schritt für Schritt zu seiner Gründung kam.

Die Idee: Resultierte aus Missständen in Beschaffung und Preis

Brzeski hat sich in seiner Forschung am IVW mit Tapelegeverfahren befasst. Dabei ist im aufgefallen, dass die Herstellung der Tapes sehr teuer ist. Beim Tapelegeverfahren werden faserverstärkte thermoplastische Kunststoffe entlang der wirkenden Kräfte an Bauteilen befestigt. Dabei war es sehr schwer, die Materialien für diese Kunststoffe zu beschaffen, auch weil es nur wenige Hersteller gab. Diese Missstände haben Brzeski dazu bewegt, an einer günstigeren Herstellung zu forschen. So hat er eine Methode erarbeitet, um den von Fasern gestützten Verbundwerkstoff Tape effektiver und kostengünstiger herzustellen.

Die Gründung: Teambuilding war die größte Herausforderung

Die offizielle Gründung der A+ Composites GmbH erfolgte im Juni 2015. Bevor es soweit war, führte Brzeski viele Testdurchläufe am IVW durch und hatte dabei Unterstützung durch studentische Hilfskräfte und deren Abschlussarbeiten. Parallel zur Forschung meldete Brzeski sein Patent an und bekam 2014 durch die Hilfe des Gründungsbüros der TU & HS Kaiserslautern einen EXIST-Forschungstransfer. Das Förderprogramm wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ausgegeben und sichert dem Gründer für 18 Monate den Lebensunterhalt und finanziert Sachausgaben und Coachings. Während dieser Zeit war Brzeski in regem Austausch mit dem Gründungsbüro und dem Förderträger und musste auch einige Hürden nehmen. Seine größte Herausforderung war dabei intrinsischer Art: „Ich als Person bin nicht so der Geschäftsführertyp und es war sehr herausfordernd strategische Entscheidungen zu treffen, den Markt einzuschätzen oder Mitarbeiter zu führen“, erzählte Brzeski. So war es für ihn schwierig ein innovatives Team zusammenzustellen und Synergien zwischen der Forschung und der Praxiserfahrung seiner Mitarbeiter zu schaffen.

Die Innovation: Einfach, ressourcenschonend und kosteneffizient

A+ Composites hat es geschafft, den Herstellungsprozess von Tapematerial zu vereinfachen und erreicht so durch Zeit- und Energieersparnis eine hohe Kosteneffizienz, was wiederum zu einer nachhaltigeren Produktion führt. Auch bei einem internen Analyse stellte sich heraus, dass bei der Herstellungsmethode ungefähr 80% weniger Energie verbraucht wird als bei anderen Tapeherstellern. Ergänzend bietet A+ Composites kundenindividuelle Tapes an und unterscheidet sich so vom restlichen Markt. Mittlerweile kommt das Unternehmen auf 200 verschiedene Tapes.

Die Kunden: Sind aus der Transportindustrie sowie der Medizin- und Automobilbranche

Der Hauptkundenstamm ist in der Transport- und Logistikbranche tätig. Hier werden die Tapes für Paletten, Boxen und Tanks verwendet. In diesem Sektor hat A+ Composites wenig Konkurrenz. Große Konzerne stellen keine Produkte für die Transportbranche her, da die Bestelleinheiten für Tapes allgemein zu klein sind. Weitere Kunden finden sich in der Medizintechnik, wo die Tapes bei Prothesen und Orthesen zum Einsatz kommen. Ein weiterer, schnell wachsender Kundenstamm kommt aus der Automobilbranche. Hier ist das Tape-Material interessant, um Bauteile, die hohem Druck und hohen Temperaturen ausgesetzt sind, zu verbinden.

Die Vision: Ist von werteorientierten Wachstum und einem Standort in den USA geprägt

„Ich habe nicht die Vision einen EXIT zu machen und dadurch reich zu werden“, berichtet Markus Brzeski. Bei A+ Composites stehen vielmehr weitere Innovationen und ein gutes Betriebsklima im Vordergrund. Dabei geht Brzeski durch seine christlichen Werte mit einem positivem Beispiel voran und nutzt diese Gesinnung, um ein Unternehmen aufzubauen, das zwar wachsen soll, aber eben nicht um jeden Preis. Er sieht einen zukünftigen Standort von A+ Composites in den USA, da dort ein Wachstumsmarkt ist und sich auch die Faserhersteller für die Tapes dort befinden. Durch einen Standort in deren Nähe würde das Unternehmen die Transportwege reduzieren und die Produktion wäre noch nachhaltiger.

So geht es weiter: Von der Entwicklung zur Serienproduktion

Die Produkte werden auch zukünftig weiter auf den Kunden zugeschnitten und das Wachstum des Unternehmens soll fortschreiten. Das Team besteht mittlerweile aus 17 Mitarbeitern und wird immer größer. Seit Kurzem besitzt die Firma eine Serienanlage zur Produktion von großen Tapemengen eines Typs. Dies ist der erste Schritt, um sich weg von der Entwicklung neuer Tapes hin zur Serienproduktion zu begeben. A+ Composites war von Beginn an in Weselberg, im Südwesten von Rheinland-Pfalz, ansässig. In den nächsten Jahren wird es die Firma nach Kaiserslautern, Landstuhl oder Siegelbach ziehen, da sie an ihrem jetzigen Standort nicht mehr erweitern können.

Der Rat von Markus für Gründer:innen von heute…

Man sollte das Team in den Fokus stellen, sich vertrauen und einen guten gemeinsamen Spirit entwickeln: „Wir waren finanziell gut aufgestellt, was uns aber nichts genützt hat, als es interne Probleme gab und wir dadurch Innovationen nicht direkt im Team umsetzen konnten“, erzählt Markus Brzeski.

Mehr über A+ Composites erfährst auf ihrer Homepage.

  A+Composites

 

Oktober ’21 – Umweltbewusstsein

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Wenn wir den Zustand des Planeten verstehen, können wir uns der Herausforderungen und der Komplexität der Zusammenhänge besser bewusst werden und erkunden, was das für uns bedeutet.
Zu verstehen, welchen Einfluss unser Verhalten auf den Zustand des Planeten hat und in welchem Zustand dieser sich befindet, ist die entscheidende Grundlage dafür, selbst nachhaltig zu handeln.

August ’22 – Einssein mit der Natur

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Das Verständnis, dass wir eins mit der Natur sind, eine Spezies innerhalb der Spezies, ist eine kraftvolle Erfahrung, die Verhaltensweisen formen kann, die zu einer harmonischeren Beziehung zueinander und zu allen Wesen führen.
Das anthropozentrische Paradigma ist mit Werten wie Kontrolle, Herrschaft, Trennung und Fragmentierung, Autonomie und Unabhängigkeit, Leistung und Fortschritt verbunden, die die Ursache für viele unserer planetarischen Herausforderungen sind. Die Erfahrung des Einsseins mit der Natur (und allem, was ist) kann uns helfen, den Weg zurück nach Hause zu finden.

EVOLIME Radial Composites GmbH

EVOLIME Radial Composites GmbH

Das Startup Evolime hat die Technik und das Know-how, um zum Vorreiter in der effizienten Herstellung von Fahrrad-Laufrädern aus Carbon zu werden:

„Wir haben uns zum Ziel gesetzt, das Rad neu zu erfinden“, Dr. Thomas Robbert, EVOLIME.

Die Gründer: Freundschaft und Job gehen Hand in Hand

Dr.-Ing. Marcel Bücker, Dr. rer. pol. Thomas Robbert und Dipl.-Ing. Valentin Hörtdörfer, sind die Gründerväter von EVOLIME. Marcel hat Wirtschaftsingenieurwesen an der TU Kaiserslautern studiert und im Anschluss seine Promotion am Leibniz-Institut für Verbundwerkstoffe (IVW) abgeschlossen. Er ist der Initiator des Startups und begeisterte sehr schnell seinen ehemaligen Mitbewohner und langjährigen Freund Thomas von seiner Idee. Der studierte Wirtschaftsingenieur und promovierte Betriebswirt, mit Schwerpunkt im Marketing, ist durch sein Fachwissen ein Glücksgriff für das Startup. Komplettiert wird das Team von Valentin. Er bringt sein Wissen aus der Fertigungsleitung einer in Stuttgart ansässigen Firma mit in die Gründung ein. In dieser Firma lernte Valentin auch Marcel kennen. Bei EVOLIME ist Marcel der Entwicklungsleiter, Thomas kümmert sich um den kaufmännischen Bereich und Valentin hat den Hut bei der Fertigung auf.

Die Idee: Durch einen Aufruf der Automobilindustrie entfacht

Die Idee zur Technologie von EVOLIME entstand im Jahr 2017. Auslöser war ein Aufruf der deutschen Automobilindustrie, nach Methoden und Verfahren zu suchen, leichte Automobilfelgen aus Faser-Kunststoff-Verbund (FKV) effizient, schnell und entsprechend kostengünstig herzustellen. Marcel, der ein ähnliches Thema bereits in seiner Promotion behandelte, begann daraufhin ein vollautomatisiertes Verfahren zu entwickeln. Gemeinsam mit Thomas und Valentin entstand der Gedanke, das Verfahren zu kommerzialisieren und an den Markt zu bringen. Aus Zulassungs- und Vermarktungsgründen entfernte sich das junge Startup aber von der Entwicklung einer Automobilfelge hin zu der Herstellung von Fahrradlaufrädern aus Faserkunststoffverbund. „Die Akzeptanz für den Werkstoff Carbon ist in der Radbranche wesentlich höher und das erleichtert uns den Einstieg“, erläutert Thomas.

Die Gründung: Hat sogar eine Cyberattacke überstanden

Im Gründungsprozess hat das Team inzwischen die ersten Prototypen entwickelt. Ermöglicht wurde dies durch eine Bundesförderung im Rahmen des EXIST-Programms. Durch den am IVW angesiedelten Forschungstransfer profitierten die Gründer von April 2019 bis zum Sommer 2021 davon. Durch die Förderung werden vier Personalstellen sowie Sachkosten finanziert. Trotz des guten Starts wurde das Team im März 2020 mit völlig unvorhersehbaren Hürden konfrontiert. Das Institut, in dem die Gründer zurzeit an ihrer Innovation arbeiten, wurde zum Opfer einer Cyberattacke direkt gefolgt vom ersten Corona-Lockdown. Die Vorfälle verlangsamten zwar den Fortschritt von EVOLIME, hatten aber auch etwas sehr Positives: die Gründer haben sich gemeinsam dieser Herausforderung gestellt und sie überwunden – eine Tatsache, die das Team zusammengeschweißt hat. Sie mussten lernen mit schwierigen Situationen umzugehen und werden davon wohl auch für den Rest ihrer Zusammenarbeit profitieren. Während der Gründung haben ihnen dabei auch die Gespräche mit dem Gründungsbüro der TU & HS Kaiserslautern und mit anderen Startups aus dem IVW sehr geholfen.

Die Innovation: Eine neue Technologie, die durch Automatisierung Zeit und Kosten reduziert

Die aktuelle Herstellung von Carbon-Laufrädern ist im Vergleich zur Herstellung von Lenker, Sattelstütze oder Fahrradrahmen sehr komplex und erfordert noch viele Arbeitsschritte, die von Hand durchgeführt werden. Das macht die Herstellung zeitintensiv und teuer. Hinter EVOLIME steht eine neue Technologie, mit der Radstrukturen aus Carbon oder anderen Faser-Kunststoffverbunden besonders schnell und effizient hergestellt werden können. Das System beruht auf einem Nasswickelverfahren, bei dem die Fasern automatisiert auf kleine Formteile aufgewickelt und dabei gleichzeitig zu Radstrukturen umgeformt werden. Zunächst stellt ein 3D-Drucker Formen aus ökologisch abbaubarem Kunststoff her, die auf einer rotierenden Werkzeugplatte mit einem Faserband umwickelt werden. Nachdem der Kunststoff ausgehärtet ist, werden die Formteile entfernt und die Speichen sind fertig.

Die Kunden: Ambitionierte Sportler und Profiteams aus der Fahrradbranche

Als Absatzmarkt strebt EVOLIME zunächst ganz klar die Fahrradbranche an. Dabei spricht EVOLIME sowohl Teams aus dem professionellen Bereich als auch ambitionierte Hobby-Sportler an. Der Werkstoff Carbon ist bei Rennrad- sowie Mountainbike-Laufrädern sehr gefragt. Sie kommen bei der Tour de France und auch bei MTB-Marathons zum Einsatz. Bei beiden Disziplinen ist ein extrem leichtes Sportgerät von Vorteil.

Die Vision: Das leichteste Laufrad der Welt entwickeln

„Unsere Vision ist es, das leichteste Laufrad der Welt zu entwickeln“, erzählt Thomas. Dazu muss das Team zunächst Akzeptanz am Fahrradmarkt erlangen. Dabei wird auf einen soliden Start mit Testkunden hingearbeitet, um auf dieser Basis weiterzuwachsen, Arbeitsplätze zu schaffen und ein attraktiver Arbeitgeber für sich und andere zu sein. Am Anfang wird EVOLIME mit einer Hand voll verschiedener Laufradtypen arbeiten, danach sollen ganze Produktreihen entstehen und internationales Sourcing soll im Vertrieb eine größere Rolle spielen.

So geht es weiter: Regionales Wachstum und Messebesuche sind geplant

Aktuell steht EVOLIME kurz vor der Marktreife, an der das Team nun seit zwei Jahren arbeitet. Ziel ist es, Vorserien im Sommer 2021 fertigzustellen und diese auf der globalen Messe EUROBIKE einem breiten Publikum vorzustellen. Die Gründer von EVOLIME fühlen sich in der hiesigen Region sehr wohl und schätzen die Studien- und Arbeitsbedingungen. So soll der neue Firmensitz in Freinsheim an die Weinstraße errichtet werden. Finanziell ist ein organisches Wachstum geplant und alle Anteile sollen, ohne Venture Capital, bei den Gründern bleiben.


Der Rat von EVOLIME für Gründer:innen von heute…

Eine offene Fehlerkultur ist absolut wichtig. Insbesondere, wenn man im Team gründet muss man Fehler verzeihen können und weitermachen. Außerdem muss man von der Idee mit der man gründen möchte überzeugt sein: „Verfolgt eure Idee vehement, aber bleibt trotzdem kritisch.“

Mehr über EVOLIME erfährst Du auf ihrer Homepage und Social Media:

@EVOLIME – Radial Composites
@EVOLIME GmbH

 

From Science to Startup

From Science to Startup

Aus dem Prinzip der Bioökonomie entsteht das Startup Knärzje!

Wir zeigen durch Rolemodels aus der Praxis verknüpft mit dem KnowHow der Wissenschaft, welche Möglichkeiten sich aus Deinem Studium oder Deiner Promotion entwickeln können. Denn aus jeder Fachrichtung kannst Du das Potential für die Verwirklichung Deiner Ideen schöpfen.

Den Anfang macht das interdisziplinäre Gebiet der Bioökonomie, welches Du beispielsweise in den Fachgebieten Biologie, Chemie sowie Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften antriffst. Bioökonomie ist ein auf nachwachsenden Rohstoffen basierendes Wirtschaftssystem, das eine wichtige Rolle für die Erhaltung unserer zukünftigen Ressourcen spielt.

Auf Seiten der Forschung wird Dir Dr. Michael Lakatos die Forschungsgebiete und Anwendungen in der Bioökonomie aufzeigen. Lakatos ist Forscher an der Hochschule Kaiserslautern und Koordinator mehrere DFG / BMBF / EU Forschungsprojekte im Kontext der Bioökonomie und läutet mit einer neuen Bioverfahrenstechnik einen Paradigmenwechsel in der Algenbiotechnologie ein.

Aus der Praxis wird Daniel Anthes, CEO des Startups Knärzje, übernehmen und seine Geschichte erzählen. Anthes braut mit seinem Team Bier aus alten Brot und kämpft so durch bioökonomische Prinzipien gegen die Lebensmittelverschwendung an. Gleichzeitig hat er mit dem Brotbier ein neues Produkt auf den Markt gebracht ohne weitere Ressourcen zu beanspruchen.

Bist Du dabei und lernst wie Du unser aller Zukunft mitgestalten kannst?