Das Startup verbindet in der testbasierten Diagnostik psychologische Auswertungen mit den Vorteilen der Digitalisierung:

„Wir wollen weiterwachsen und die Diagnostik verbessern“, Andreas Schneider, insight.out.

Die Gründer: Ein interdisziplinäres Team aus der Wissenschaft

Die vier Gründer von insight.out sind Dr. Franca Rupprecht, Andreas Schneider, Jan Spilski und Matthias Streuber. Sie haben sich durch ihre wissenschaftliche Tätigkeit an der Technischen Universität Kaiserslautern (TUK) kennengelernt. Mit in die Gründung bringen sie Expertise aus den Bereichen Informatik, Psychologie und den Wirtschaftsingenieurwissenschaften, um die Zukunft der Testverfahren in der Diagnostik digital zu gestalten.

Die Idee: Aus Rupprecht‘s Promotion entstanden

Die Gründungsidee hat sich während der Promotion zur Mensch-Maschine-Interaktion von Franca Rupprecht, in gemeinsamen Projekten mit Andreas Schneider entwickelt. In einem dieser Projekte sind sie auf das Thema psychologische Testverfahren aufmerksam geworden. Zu diesem Zeitpunkt kam der dritte Gründer, Jan Spilski (Dipl.-Psych.), mit ins Spiel und das Team stellte fest, dass die Tests bislang nur in Papierform in Praxen vorlagen. So begann die Digitalisierung der Tests und die Gründer fanden heraus, dass genau an der Schnittstelle von analog zu digital ein sehr großer, noch nicht befriedigter, Bedarf ist. Diese Lücke möchte insight.out mit der eHealth-Plattform „test.box“ schließen. Auf dieser können Mediziner und Therapeuten psychologische Testverfahren durchführen und zu jeder Zeit darauf zugreifen. Die Tests werden auf der Plattform automatisch ausgewertet und visuell aufbereitet. Um zu einem umfassenden Bild des Patienten zu gelangen, besteht die Möglichkeit zusätzliche Daten über die Person zu erfassen.

Die Gründung: Schneider‘s Motivation und Spilski‘s Inspiration waren der Motor

Mitte 2018 kam von Andreas Schneider der erste Impuls zur Gründung. Schrittweise entstand Kontakt zum Gründungsbüro TU & HS Kaiserslautern und zum Business + Innovation Center Kaiserslautern, von denen die Gründungsinteressierten Hilfe bekamen und beraten wurden. Schneider und Rupprecht hatten dabei den Vorteil, dass sie an der TU Kaiserslautern angestellt waren und so nach der Arbeit im gemeinsamen Büro an ihrer Idee tüftelten. Der Entschluss zur Gründung wurde Anfang 2019 von Rupprecht, Schneider und Spilski gefasst. Der vierte im Bunde, Matthias Streuber, arbeitete nach seinem Abschluss an der TUK zunächst als Informatiker bei einem Kaiserslauterer Software-Unternehmen, verließ dieses aber, um mit seinen in der Praxis erweiterten Kompetenzen, seine beiden ehemaligen Kommilitonen zu unterstützen. Mit der Frage „Wie geht es jetzt weiter und wer bezahlt mir eigentlich die Brötchen?“, ist das Team erneut an das Gründungsbüro herangetreten. Mit der Hilfe von Katharina Neitzel hat das Team sich auf ein EXIST-Gründerstipendium beworben und erhalten. Das Förderprogramm wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ausgegeben und sichert den Gründern über ein Jahr den Lebensunterhalt, finanziert Sachausgaben und Coachings.

Die Innovation: Von Stift und Papier zur digitalen All-in-one-Lösung

Das bisher in der Diagnostik übliche Stift-und-Papier-Verfahren nimmt sehr viel Zeit in Anspruch und oftmals sind Testunterlagen, die gerade gebraucht werden, nicht greifbar. Durch das Schaffen der Plattform „test.box“ ist alles an einem Ort verfügbar und die Durchführung der Tests ist mit wenigen Klicks auf jedem Endgerät möglich. Die automatisierte Auswertung führt zu einem enormen Zeitersparnis. Testungen über die Distanz und bei den Patienten zu Hause sind so ohne größere Lizenzen oder Abonnements möglich. Dies führt dazu, dass Kosten eingespart werden, der Therapeut Zeit für die eigentliche Behandlung am Patienten gewinnt und das Angebot von insight.out auch für kleine Praxen erschwinglich ist.

Die Kunden: Erstrecken sich durch die gesamte Gesundheitsbranche

Der Bedarf ist groß und beginnt in der Psychosomatik, bis hin zu Praxen der Ergotherapie, im Bildungswesen und in der Pharmazie. Der Fokus liegt auf Kunden in der Medizinbranche, Psychologen, Psychotherapeuten und der großen Gruppe der Gesundheitsberufe wie Ergotherapeuten, Logopäden oder Lerntherapeuten. Alle die eine fundierte Diagnostik durchführen möchten, um ihre Therapie zu verbessern sind bei dem Startup an der richtigen Adresse.

Die Vision: Einen ganzheitlichen Prozess etablieren, statt Einzellösungen

insight.out möchte die bestmögliche Diagnostik, bezahlbar und qualitativ hochwertig, bis in die kleinste Praxis bringen. Dabei verfolgen sie einen ganzheitlichen Gedanken, von der Testentwicklung bei den Forschenden bis hin zum Patienten, der wissen und verstehen muss was mit seinen Daten passiert und wie diese erfasst werden. Langfristig sieht das Startup sich nicht nur in der Diagnostik, sondern auch in der Intervention und Prävention. So soll der Übergang vom reinen Fragebogentest in komplexere Testverfahren ausgeweitet werden, um noch mehr Erkenntnisse ableiten zu können.

So geht es weiter: 2021 sind der Produkt-Release und die erste Finanzierungsrunde geplant

insight.out besteht heute aus einem zehnköpfigem, interdisziplinärem Team aus Informatikern und Sozialwissenschaftlern und Psychologen. Gemeinsam entwickeln sie die „test.box“ weiter und arbeiten an Datenschutzkonzepten und der erhöhten Datensicherheit, die Medizinprodukte verlangen. Im Jahr 2021 stehen dem Startup zwei große Schritte bevor. Zum einen der Produkt-Release, denn zurzeit befindet sich die „test.box“ noch in der Betaphase und die erste größere Finanzierungsrunde. Einen großen Innovationsschub wird auch die geplante Einbindung neuer Technologien, wie Eyetracker und Sensorikstifte, bringen.


Der Rat von insight.out für Gründer:innen von heute…

Patentrezepte für eine Gründung gibt es nicht, jeder Fall ist individuell. Man sollte möglichst früh zum Kunden gehen und folgendes hinterfragen: „Wird das, was ich entwickele überhaupt gebraucht, schafft es Mehrwert und kann es bestehen?“. Am besten fokussiert man sich auf eine Sache und macht nicht alles gleichzeitig.

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