Creonic

Creonic

Creonic entwickelt und lizensierte, komplexe Funktionen der digitalen Signalverarbeitung in Form von Bauplänen für Mikrochips, die Anwendung in einer Vielzahl von Kommunikationssystemen finden.

„Unsere Chipdesigns finden in den verschiedensten Kommunikationssystemen Verwendung. Beispielsweise haben wir einen Kunden aus dem Bereich New Space Sector, der Kleinstsatelliten herstellt, aber auch die Bereiche Mobilfunk und Datacenter decken wir mit unseren Produkten ab“, erzählt Gründer Timo Lehnigk-Emden.

Die Gründer: Die gemeinsame Promotion war der Start der Reise

Das Gründer-Duo Dr. Matthias Alles und Dr. Timo Lehnigk-Emden haben zusammen im Fachbereich Elektro- und Informationstechnik (EIT) an der TU Kaiserslautern studiert, jedoch durch unterschiedliche Vertiefungen und verschiedene Jahrgänge, sind die beiden sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht begegnet. Das erste bewusste Zusammentreffen, entstand durch die gemeinsame Promotion am Lehrstuhl für Entwurf Mikroelektronischer Systeme im Fachbereich EIT bei Prof. Norbert Wehn. Dort hat das Duo an mehreren Industrieprojekten und Veröffentlichungen zusammengearbeitet.

Die Gründung: Basiert auf den Bauplänen von Mikrochips

Die Idee zur Gründung entstand, während der oben beschriebenen Promotion. Durch die verschiedenen Industrieprojekte sind Matthias und Timo mit ähnlichen Thematiken in Berührung gekommen. Schritt für Schritt entstand der Gedanke, sich mit eigenen Bauplänen für Mikrochips selbstständig zu machen, insbesondere Mikrochips im Telekommunikationsbereich. Das Geschäftsmodell von Creonic basiert dabei auf der Mehrfachlizensierung und ist damit eine Mischung aus Produkt und Dienstleistung. Anwendung finden die Chipdesigns beispielsweise: in Satellitenmodems, Richtfunkverbindungen und kabelgebundenen Übertragungen.

Die Kund*innen: Platzieren ihre Produkte außerhalb der planetaren Grenzen

„Es gibt viele Hersteller, die jedoch auch selbst standardisierte Anwendungen dazukaufen“, erzählt Timo. Den Markt der Mikrochipdesigns kann man in zwei Bereiche aufteilen, einmal der Massenmarkt, dazu zählen beispielsweise USB-Ports und den Nischenmarkt, in welchem sich Creonic einordnet. Damit ist der Kundenstamm zwar kleiner als beim Massenmarkt, aber es gibt weniger Konkurrenz und man arbeitet mit den Kund*innen an passgenauen Lösungen. „Wir haben im Satellitenbereich mehrere Kund*innen aus dem Newspacesektor. Das ist ein Produktionsbereich in der Weltraumforschung, der sich mit der Herstellung von Kleinstsatelliten beschäftigt. So zum Beispiel die Firma Spyer Global, die ca. 70 bis 100 Satelliten mit unseren Chipdesigns im Weltall haben“, erklärt Timo stolz.

So geht es weiter: Wo 5G für viele in weiter Ferne liegt, forscht Creonic schon an 6G

Creonic investiert sehr viel in Forschung und Entwicklung, um neue Produkte im klassischen Segment aufzunehmen. Zudem arbeiten sie an innovativen Themengebiete im Bereich Telekommunikation und streben dort weiteres Wachstum an. Beispielsweise sind sie im Bereich 6G ganz vorne dabei, obwohl die Technologie voraussichtlich erst ab dem Jahr 2030 auf den Markt verfügbar ist. „Durch diese Forschung bekommen wir Einblicke in technologische Entwicklungen, die für unsere anderen Telekommunikationsprodukte wichtig sein könnten und arbeiten nah am Markt. Natürlich profitieren wir auch von dem Kontakt zu neuen Kund*innen und Partnern“, erzählt Timo.

Der Rat von Creonic für Gründer:innen von heute…
„Ich würde jedem der gründen will empfehlen, es zu tun und zwar besser früh als spät. Gerade wenn man noch jung ist, hat man wenig zu verlieren aber viel zu gewinnen.
Die größte Herausforderung, die die meisten unterschätzen, ist es ihre Produkte und ihre Idee auch in Geld umzumünzen. Die tollste Lösung bringt nichts, wenn sie kein wirkliches Problem löst“, rät Timo.

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DFSC Engineering

DFSC Engineering

David Flammann gründete mit der DFSC Engineering in Pirmasens ein Kompetenzzentrum, um Unternehmen aus der Region zu unterstützen und Fachwissen an andere weiterzugeben.

„Wir leben nur einmal! In diesem Leben muss man Chancen einfach nutzen und seinen Weg beschreiten. Tut man dies nicht wird man nie rausfinden, ob ein Vorhaben erfolgreich sein kann.“ – David Flammann, Gründer der DFSC Engineering.

Der Gründer: Entwickelt sich permanent weiter

David Flammann gründete mit der DFSC Engineering in Pirmasens ein Kompetenzzentrum, um Unternehmen aus der Region zu unterstützen und Fachwissen an andere weiterzugeben. „Wir leben nur einmal! In diesem Leben muss man Chancen einfach nutzen und seinen Weg beschreiten. Tut man dies nicht wird man nie rausfinden, ob ein Vorhaben erfolgreich sein kann.“ – David Flammann, Gründer der DFSC Engineering.”] Der berufliche Werdegang von David hat mit seinem Abschluss in angewandter Physik begonnen. Dadurch war er über 10 Jahre als Entwicklungsingenieur in einem global agierenden Unternehmen tätig. In dieser Zeit hat er viele verschiedene Bereiche begleitet, die Berechnungen für die statische Belastung von Bauteilen durchgeführt, Big-Data Innovationen begleitet und die Entwicklung globaler Maschinen mitbearbeitet. Neben dem Ausbau seiner Gründung absolviert David gerade seinen MBA für Innovationsmanagement an der Hochschule Kaiserslautern.

Die Idee: Erlangtes Fachwissen durch ein eigenes Unternehmen mit anderen teilen

Seit 2010 arbeitet David an der Entwicklung für selbstfahrende Arbeitsmaschinen. Hier konnte er über die Zeit hinweg sehr viel Fachwissen erlangen. „Über meine Arbeit hinaus hat sich der Wunsch entwickelt, mein Fachwissen anderen Unternehmen zur Verfügung zu stellen und so an weiteren interessanten Projekten zu arbeiten“, erzählt David. Die Idee hinter der DFSC Engineering ist es, ein Kompetenzzentrum aufbauen, um Industrieunternehmen aus der Region zu unterstützen und Leistungen über die gesamte Wertschöpfungskette anzubieten.

Die Gründung: Eine Idee, die immer mehr zu einem dringenden Wunsch wurde

„Gibt man für so eine Idee seine Festanstellung auf oder macht man das nebenher?“, fragte sich David immer wieder. Aus reinem Zufall ergab sich für ihn dann aber die perfekte Ausstiegsmöglichkeit aus seiner Firma und der Einstieg in die Selbstständigkeit. Große Hilfe gab es durch die Firma Sefrin & Partner Unternehmensberatung, welche das nötige Knowhow mitbrachten und durch ihr tägliches Geschäft mit Gründer*innen alle nötigen und wichtigen Informationen zu Davids Vorstellungen hatten. Bevor es zur eigentlichen Gründung kam, hatte David bereits alle nötigen Informationen und Papiere zusammen, um einen möglichst nahtlosen Übergang in die Selbstständigkeit zu schaffen. Letztendlich erfolgte im August 2021 die Gründung.

Die Dienstleistung: Zugeschnitten auf Unternehmen, die sich weiterentwickeln möchten

Wie können wir das Produkt noch besser machen? Wie können wir die Kundenzufriedenheit steigern? Warum erfüllt das Produkt vielleicht nicht alle Anforderungen? Dies sind Fragen, auf die David mit seiner Firma Antworten geben kann. Grob gesagt handelt es sich bei dem Angebot der DFSC Engineering, um eine Dienstleitung rund um das Thema technische Produktentwicklung, Innovation und allen Fragen, die dahinterstehen. Ein weiterer Stützpfeiler von Davids Unternehmung ist es, Fachkräfte innerhalb der verschiedenen Bereiche zu unterstützen, sei es jetzt im Projektmanagement, der Qualitätsverbesserung oder anderen Bereichen.

Die Kunden: Kommen aus dem Industriezweig der näheren Umgebung

Der Hauptkundenstamm besteht aus Industrieunternehmen mit vielen verschiedenen Herausforderungen. Beispielsweise produzierende Unternehmen, die Verbesserungen im Bereich der Fertigung implementieren möchten oder eben Produzenten- oder Maschinenhersteller, die Produkte für Kunden entwickeln. Standortbedingt befinden sich die meisten Kunden im Raum Südwestpfalz, Kaiserslautern, Zweibrücken und im Saarland.

Die Vision: Mit Fachkräften und Dienstleistungen Industrieunternehmen weiterentwickeln

Die Vision ist es, die DFSC Engineering als Kompetenzzentrum für Entwicklung und Innovation im Markt zu etablieren und bekannt zu machen. Dadurch sollen Fachkräfte für möglichst unterschiedliche Bereiche angezogen werden. Zusätzlich werden Dienstleistungen angeboten, welche dazu beitragen ein noch umfassenderes Angebot zu erstellen. So bildet sich eine Anlaufstelle für Ingenieur*innen, Produktentwickler*innen, Digitalisierungs-Spezialist*innen und eben auch Unternehmen.

Der Rat von David für andere Gründer*innen…
„Nehmt euren Mut zusammen und geht den Schritt der Gründung, sonst könnt ihr niemals herausfinden, ob ihr nicht erfolgreich gewesen wärt. Man verpasst so viele Chancen im Leben, da möchte ich jeden ermutigen, auf einer guten Idee basierend, einfach den Schritt zu gehen und sich zu trauen, etwas Neues, eine neue Herausforderung anzunehmen und vor allem ein bisschen aus der Komfortzone rauszugehen und sich auch weiterzubilden.“ – rät David abschließend.

Mehr über die DFSC Projekt- und Entwicklungsgesellschaft erfahrt ihr auf ihrer Webseite oder auf Linkedin.

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Unser Pflänzchen

Unser Pflänzchen

Unser Pflänzchen bietet den Menschen einen Ort, um sich bewusst mit gesunder Ernährung und dem eigenen Wohlbefinden zu beschäftigen. Durch ihr veganes Backprotein und die wunderbaren Rezepte, die damit umgesetzt werden, bringen das Gründerpaar Sarah und Chris Menschen aus verschiedenen Lebensbereichen zusammen.

” Wir möchten mit gutem Gewissen genießen und jeden Tag Kuchen essen, ohne uns schlecht zu fühlen!” – Chris Giehl, Co-Founder von Unser Pflänzchen.

Die Gründer: Vom Hobby zum Beruf

Sarah und Chris waren bereits lange bevor es Unser Pflänzchen gab ein Team und sind seit 2018 glücklich verheiratet. Sarah hat schon früh das Thema Ernährung zu ihrem Beruf gemacht und deswegen Ökotrophologie studiert. Im Jahr 2008 wechselte sie zur vegetarischen Ernährung und später dann auch zum Veganismus. Auch Chris ernährt sich seit 2015 vegan und liebt genau wie Sarah den Sport. Beide haben sich als Lebensziel körperliche und geistige Gesundheit gesetzt. In ihrer Freizeit beschäftigen sich die beiden mit Yoga oder pflanzen ihr eigenes Obst und Gemüse an. Das Thema Gesundheit und Ernährung steht immer im Vordergrund und hat letztlich auch dazu geführt, ihr Startup zu gründen, durch das sie auf Instagram mittlerweile eine Community von über 40.000 Followern pflegen.

Die Idee: Gesundheit im Fokus

Chris ist laktoseintolerant und hat deshalb lange mit vielen gesundheitlichen Problemen gekämpft. Er wurde, wie auch viele andere Menschen, lange Zeit nicht diagnostiziert. Nach der Diagnose stellte sich für ihn schnell heraus, dass eine vegane Lebensweise seine Lebensqualität um ein Vielfaches steigert. Sarah hingegen war schwer übergewichtig und wollte mit einer Ernährungsumstellung etwas daran ändern und effektiver Sport betreiben. Da beide leidenschaftliche Kraftsportler sind und deshalb größere Mengen an Protein zu sich nehmen müssen, entschieden sie sich dazu, eine vegane und gesunde Alternative zu anderen Proteinprodukten zu finden. „Da vegane Ersatzprodukte leider oftmals chemisch prozessiert werden und man die Zutaten und auch den Herstellungsprozess selten zurückverfolgen kann, entwickelten wir ein veganes Backprotein mit einer kurzen, natürlichen und übersichtlichen Zutatenliste“, erzählt Chris.

Die Gründung: Mikro-Influencer mit 1200 Followern

Anfangs ging es Sarah und Chris nicht per se um eine Gründung, sondern darum, ihre Idee auf Social Media zu verbreiten und Menschen bei ihrem Weg zu unterstützen. Mit der Zeit stieg das Interesse an ihrem selbst produzierten Proteinpulvern und sie teilten ebenfalls mehr Tipps und Tricks rund um das Thema Veganismus. Dies führte dazu, dass die beiden sich dazu entschieden eine Firma zu gründen. So erfolgte 2017 die Gründung von Unser Pflänzchen. Sarah und Chris wagten damit den Sprung ins kalte Wasser und begannen mit einer Community von 1200 Followern – heute sind es 40.000. Instagram blieb eine lange Zeit die einzige Plattform zur Vermarktung ihres Proteinpulvers. Später kam eine Webseite dazu, um Rezepte, Ideen und ihr Produkt zu bewerben. Sicher ist, dass die beiden den Aufbau ihres Unternehmens nicht ohne ihre Familie geschafft hätten. Hilfe bekamen sie beispielweise von Chris Stiefvater, Sarahs Schwester und einem engen Freund. Drei wichtige Meilensteine inner- und außerhalb der Gründung waren „Das Heranwachsen der Idee, die Geburt des eigenen Produktes und die Automatisierung des Cashflows“, erzählt Chris.

Das Produkt: Gutes ohne viel Schnickschnack

Das vegane Backprotein in den Geschmackssorten Classic und Erdbeere und die Geschmackszauber Haselnüsschen und Kokosnüsschen sind nicht nur für Shakes oder zum Trinken geeignet. Durch den Zusatz von Flohsamen haben die Produkte ebenso einen ernährungs-physiologischen Aspekt und das Backprotein eignet sich zum Kochen und Backen. Ob in Kuchen, Brot, Getränken oder als Ei-Ersatz, man kann die Produkte von Unser Pflänzchen mit gutem Gewissen genießen.

Die Kund*innen: Frauen und “Yoga-Jungs”

Die Kund*innen von Unser Pflänzchen sind zusammengefasst vegane, ernährungsbewusste und beschäftigte Menschen. Der Auftritt richtet sich primär an Frauen. Anfangs umfasste der Hauptkundenstamm junge Frauen Mitte 20, welche mitten im Leben stehen und gerne etwas für sich und ihren Körper tun möchten. Schnell entwickelte sich aber auch ein schöner Bezug zu Frauen im mittleren Alter, welche sich mit der Idee hinter dem Startup, Sarah als Person und dem Lifestyle von Sarah und Chris identifizieren können. Ein nur kleiner Kundenanteil von knapp 5 % sind Männer, die liebevoll von Chris als „Yoga-Jungs“ bezeichnet werden.

Die Vision: Menschen auf einen gesunden Weg leiten

„Die Vision ist es, Interessierten den Weg zum Ziel so einfach und angenehm wie möglich zu machen“, erklärt Chris. Zurzeit arbeiten die beiden an einer Erweiterung von Instagram und der Webseite, um einen sicheren Communitybereich aufzubauen, in welchem viele kostenlose Ratschläge, Rezepte und Infos zur Verfügung gestellt werden. Chris hat zwischenzeitlich einen eigenen Instagram Account erstellt, in dem er Impressionen und Anregungen zum naturnahen, Gärtnern teilt.

Der Rat von Unser Pflänzchen für andere Gründer:innen…
Habt Geduld, es passiert nichts über Nacht! Dranbleiben wird sich lohnen! Lasst euch nicht von Ungeduld treiben und versucht tatsächlich zu verstehen, dass alles seine Zeit braucht. Versucht auch nicht zu früh Ankündigungen zu machen, die ihr dann nicht einhalten könnt.” – rät Chris abschließend.

Mehr über Unser Pflänzchen erfahrt ihr auf ihrer Webseite und auf Instagram.

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CompActive

CompActive

CompActive entwickelt und produziert kompakte, robuste und leichte Biegeaktoren auf Basis von Formgedächtnislegierungen (FGL), die durch Temperaturveränderungen Biege- und Verstellfunktionen in Bauteilen ohne Getriebe, Motor oder Mechanik ermöglichen.

„Unsere Technologie findet zum Beispiel in Vortex Generatoren Anwendung, die sich auf den Tragflächen von Flugzeugen befinden und bei Bedarf automatisiert ausfahren, um während dem Landevorgang eine geringere Fluggeschwindigkeit zu ermöglichen“, erzählt Gründer Moritz Hübler.

„Außerdem kann unser Produkt beispielsweise auch in einer aerodynamischen, vollständig geschlossenen Felge in mehreren Lüftungsklappen integriert werden, welche sich allein durch die Abwärme des Bremssystems selbstständig zur Lüftung und Kühlung öffnen und wieder schließen,“ erzählt Co-Gründerin Patricia Stöbe begeistert von der Technologie hinter CompActive.

Die Gründer: Teammatching an der Technischen Universität Kaiserslautern (TUK)

Moritz hatte die Idee zur Gründung während seiner Promotion im Fachbereich Maschinenbau und Verfahrenstechnik am an die TUK angegliederten Institut für Verbundwerkstoffe und entwickelte auch zu Beginn die Technologie hinter CompActive. In diesem Entwicklungsprozess kam Nicolà Hummel als zweiter Gründer und Maschinenbauer dazu. Was den beiden noch fehlte waren Personen, die sie aus betriebswirtschaftlicher und technischer Sicht unterstützten. Um diese Personen zu finden war Moritz an der Technikerschule in Kaiserslautern und stieß auf großes Interesse zu seiner Gründungsidee. Am Ende war seine Suche erfolgreich. Als Techniker kam Daniel Vogelsanger ins Team und für den betriebswirtschaftlichen Bereich konnte er Patricia Stöbe gewinnen. Patricia hatte damals gerade ihren Masterabschluss mit Schwerpunkt Controlling und Produktionsmanagement gemacht und wurde durch ihren betreuenden Professor auf das Gesuch von Moritz und Nicolà aufmerksam. Das bestehende Team hat aber nicht nur universitäre Wurzeln, sondern bis auf Moritz, haben auch alle eine Ausbildung absolviert oder betriebliche Erfahrung gesammelt und brachten so einen hohen Praxisbezug mit in die Entwicklung.

Die Gründung: Großes Ziel - Verbundwerkstoffe smart machen

Die Idee zur Gründung entstand, nachdem potenzielle Kunden anfingen, großes Interesse zu zeigen und mehr Informationen zum Erwerb der Produkte forderten. Außerdem wollte Moritz mit Verbundwerkstoffen arbeiten, welche nicht nur im Labor funktionsfähig sind, sondern in der Wirtschaft Anwendung finden. So hat er weiter an der Aktoriklösung mit im Verbund integrierten Formgedächtnislegierungen gearbeitet. „Durch deren Verstellfunktion wird eine kontinuierliche Biegung von flächigen Elementen in verschiedenen Produkten erreicht. Diese Biegung ist durch den thermischen Einfluss von Strom oder externen Energiequellen, wie beispielsweise Abwärme, möglich“, erklärt Moritz. Es kristallisierte sich schnell heraus, dass die Technologie großes Potential für ein EXIST-Forschungstransferprogramm hatte. Dieses ist eine hochdotierte Gründungsförderung des (heutigen) Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz und wird in Kaiserslautern durch das Gründungsbüro TU&HS Kaiserslautern betreut. Diese Forschungstransfer-Förderung erhielt Moritz Ende 2017 gemeinsam mit seinem vierköpfigen Team. „Ein weiterer Schub für die Motivation, hat auf jeden Fall unsere erste Hannover Messe gebracht, da wir dort interessiertem Fachpublikum von unserer Idee erzählten und Begeisterung für unsere Technologie ernteten. Das war sehr motivierend für das ganze Team“, erzählt Moritz. Mittlerweile hat das Startup sich von seinem 25-qm-Büro verabschiedet und forscht, produziert und arbeitet auf einer 400 qm großen Büro- und Werksfläche in Neustadt an der Weinstraße.

Die Kunden: Im Fokus steht die Serienproduktion

„Es gab bereits von einigen Unternehmen Entwicklungsaufträge, aber wir streben grundsätzlich die Serienproduktion an und arbeiten an der festen Zusammenarbeit mit Kunden“, erzählt Moritz. Zu den Bereichen, welche CompActive mit ihren Biegeaktoren beliefern, zählen die Automobilbranche, die Luftfahrt, der Robotiksektor, aber auch Möbel- und Lampenhersteller. Aktuell arbeitet das Team mit einem Partner an einem berührungslosen Deckelöffnungssystem für Abfalleimer. Die erste Kleinserie wurde bereits Ende April ausgeliefert. „Das hat uns als Team sehr stolz gemacht und einen weiteren Motivationsschub gebracht“, erwähnt Patricia.

So geht es weiter: Vortexgeneratoren und der Weltraum

Die Vision von CompActive ist, dass ihre Technologie langfristig auch in der Luftfahrt eingesetzt wird und diese von den großen Vorteilen der Biegeaktoren profitiert. Ideen dazu sind bereits vorhanden und zugänglich, jedoch ist der Weg in die Luft- und Raumfahrt zeit- und entwicklungsintensiv. Das aktuell fünfköpfige Team arbeitet weiter hochmotiviert daran, die Technologie in die Anwendung zu bringen und findet immer wieder neue spannende Einsatzmöglichkeiten. „Neben der Luftfahrt gibt es jede Menge Branchen, für die der Einsatz unserer Biegeaktoren interessant ist und das ist das Spannende daran“, erzählt Moritz. Bis dahin kümmert sich CompActive um genau diese Branchen und strebt weiterhin ein langfristiges Wachstum an. „Zuerst steht immer die Zusammenarbeit in einem Entwicklungsprojekt an, aber dann kann es auch schnell in Richtung Serienproduktion gehen. Je nach Branche ist der Weg zur Serie entwicklungstechnisch vergleichsweise lang, aber genau auf diesem Weg befinden wir uns“, sagt Moritz.

Der Rat von CompActive für Gründer:innen von heute…
„Man sollte frühzeitig ins Gespräch mit potenziellen Kunden kommen und mal rausgehen und schauen, ob das Produkt überhaupt den Bedarf des Marktes trifft.“- rät Patricia.
Moritz ergänzt: „Ich habe drei Dinge, die ich sagen möchte:
Differenziert früh die wichtigen Kunden von den weniger wichtigen, die euch sehr wahrscheinlich auch abspringen werden.
Stellt euch interdisziplinär auf und achten darauf, dass euer Team nicht nur aus reinen Akademikern besteht.
Traut euch auch bereits mit einem unfertigen Prototyp in die Öffentlichkeit zu gehen, wenn ihr richtig kommuniziert, dann bekommt ihr sehr wertvolles Feedback.“

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inventied

inventied

Das Startup inventied hat es sich zur Aufgabe gemacht Ladungsträger für den  Zivil- und Katastrophenschutz so zu konzipieren, dass diese innerhalb kürzester Zeit für den Noteinsatz bereit sind.

„Unser Startup dreht sich rund um den Katastrophenschutz, wir wollen Produkte etablieren, die es Helfer*innen ermöglichen schneller und zielgerichteter Schutzmaßnahmen zu ergreifen“, beschreibt Lukas Kalnik inventied.

Die Gründer: Ein studiertes Team aus Ingenieuren & Maschinenbauern

Hinter der Marke inventied stehen Jan Schellhaaß, Lukas Kalnik, Trang Lam und Markus Weidmann. Jan hat an der Hochschule Kaiserslautern Wirtschaftsingenieurwesen studiert. Er ist für die Produktentwicklung und für das Marketing zuständig. Lukas hat im Anschluss an seine Ausbildung zum Schlosser ein Maschinenbaustudium an der Hochschule Kaiserslautern begonnen und befindet sich derzeit im Abschluss seiner Masterarbeit. Seine Zuständigkeit liegt im Bereich Strategie, Qualität und Einkauf. Die Dritte im Bunde ist Wirtschaftsingenieurin Trang, die sich ebenfalls noch in ihrem Studium befindet und die Zahlenfüchsin des Teams ist. Sie kümmert sich entsprechend um Buchhaltung und Finanzen. Der letzte im Team ist Markus. Er ist Maschinenbauingenieur hat seinen Abschluss an der TU Darmstadt gemacht und ist, wie Jan, in der Produktentwicklung tätig. Zudem führt er Testings durch, die Sicherheit sowie Funktionalität der Produkte prüfen. Alle vier sind im Technischen Hilfswerk (THW) tätig.

Die Idee: Nachhaltige Verbesserungen, um Leben zu retten und die Natur zu schützen

Das Team verfolgte schon im Studium die ersten Gründungsideen: „Wir wollen den Katastrophenschutz nachhaltig verbessern. Die Idee dabei ist es das Material, welches von Fachgruppen aus dem THW oder anderer Organisationen benötigt wird, direkt auf die Ladungsträger zu verladen. Das Ganze soll ergonomisch entnehmbar und anpassbar auf flexible Anforderungen sein“, beschreibt Lukas die Idee zu ihrem revolutionierten Ladungsträger „Vario-Load-Rescue“. Ein Ladungsträger ist dabei ein Hilfsmittel zum Transport, dass alle für den Einsatz notwendigen Materialien enthält, um Leben zu retten und die Natur zu schützen.

Die Gründung: Kleine Impulse werden zu großen Projekten

Alles begann mit einem Facebook-Post, in welchem das Team ihre Geschichte in die Community trug. Dieser Post ging sehr schnell viral, woraufhin sich verschiedene Medienvertreter*innen und Interessent*innen meldeten. Nach dieser Rückmeldung hat das Team sich intensiver mit einer Gründung auseinandergesetzt und sich mit Hilfe des Gründungsbüro TU&HS Kaiserslautern auf ein EXIST Stipendium beworben und bekommen. Das Stipendium ist eine Förderung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK), finanziert bis zu drei Personalstellen und entsprechende Sachmittel. Zudem entwickelten einige Kameraden*innen aus dem THW großes Interesse daran, sich die Innovation von inventied genauer anzuschauen. Durch die Unterstützung der THW Einsatzkräfte vor Ort, ging der Bau des ersten Prototypen sehr gut voran. Daraufhin entstand eine Inventarliste, Schwachstellen wurden herausgearbeitet und das bestmögliche Konzept für die praktische Nutzung wurde entwickelt. „Wir einigten uns durch die praktische Erfahrung vieler Kolleg*innen beim THW darauf, dass beim Vario-Load-Rescue die schweren und langen Materialien nach unten kommen müssen und die leichteren nach oben“, erzählt Lukas. Mit dem Schwarmwissen vieler Unterstützer*innen konnten so erste Simulationen des Ladungsträgers umgesetzt werden. Um die Simulation zu erstellen, gab es Hilfe aus der Hochschule Kaiserslautern. Auf Basis der Simulation wurden dann gemeinsam mit dem THW Förderverein Frankenthal die Materialien für den Bau des Prototypen beschafft und dieser wurde auch dort zum ersten Mal eingesetzt.

Die Innovation: Modular & aus der Praxis entwickelt

Der modulare und variable Ladungsträger „Vario-Load-Rescue“ ist das erste Produkt, mit dem inventied in den Markt einsteigen wird. Die aktuellen Vorbereitungen befinden sich schon in der Endphase. Das Team plant ihr Produkt im April 2022 auf den Markt zu bringen. Dazu muss der Ladungsträger TÜV-geprüft sein, denn die Einsatzkräfte sollen ein direkt einsatzbereites und freigegebenes System erhalten. Der TÜV bestätigt, dass die Ladungen allen gesetzlichen Anforderungen und aktuell gültigen Regeln der Technik entsprechen. Der Ladungsträger Vario-Load-Rescue ist des Weiteren nur der Anfang, in Zukunft wird es zum Beispiel auch spezielle Systeme für den Bereich „Hochwasserschutz“ geben.

Hürden und Hilfen: Teamarbeit ist wichtig

Das Business und Innovation Center Kaiserslautern ist für die Firma inventied ein wichtiger Ansprechpartner und Unterstützer, ebenso wie die Gründungsbegleiter*innen aus dem Gründungsbüro TU&HS Kaiserslautern. Eine weitere wichtige Ressource waren das Wissen und Feedback der Einsatzkräfte des THW, wodurch die ersten Simulationen mechanisch umgesetzt werden konnten. Zudem stand dem Team die Hochschule Kaiserslautern als Stütze zur Verfügung. Bei der Beschaffung der Materialien half Ihnen der Förderverein des THW Frankenthal, bei dem der Prototyp zum ersten Mal zum Einsatz kam. Durch die weitere Unterstützung des THW Frankenthal konnte der Vario-Load-Rescue auch zum ersten Mal eingesetzt werden

Die Kunden: Flexibilität steht an erster Stelle

Allgemein soll der Ladungsträger im Katastrophenschutz und bei Rettungsorganisationen eingesetzt werden. Inventied ist es wichtig, dass das Produkt auf die Kunden angepasst wird. Den Unternehmen soll eine flexible Konfigurierung ermöglicht werden. In Zukunft wollen sie das Produkt verschiedenen Unternehmen zur Verfügung stellen, dazu stehen noch viele Gespräche an, um herauszufinden welche Anforderungen erfüllt werden müssen und in welchen Bereich der Bedarf am größten ist.

Die Vision: Den Zivil- und Katastrophenschutz revolutionieren

Das Ziel der Firma inventied ist es, sowohl den Katastrophen- als auch den Zivilschutz zu revolutionieren und zu modernisieren. Mit den verschiedenen und nachhaltig konzipierten Ladungsträgern sollen Mensch und Natur in Notsituationen schneller geschützt werden. Dies wird durch das Etablieren von nationalen und internationalen Standards zur Prävention und Beseitigung von Notständen ermöglicht. Dieser Standard wird durch eine Kombination aus zeiteffizienten und ergonomischen Produkten, digitalen Lösungen und Schulungen der Bevölkerung erreicht.

So geht es weiter: Nach der Innovation ist vor der Innovation

Nach der erfolgreichen Produktion des ersten Vario-Load-Rescue der Serie Null arbeitet das Team von inventied an einem größeren Rollout, um ihr Produkt so vielen Organisationen wir möglich, zugänglich zu machen. Die Belastungstests des TÜV Süd haben das System offiziell verifiziert. Parallel zum Vario-Load-Rescue, werden weitere Produkte der Vario-Load-Reihe entwickelt um auch in Zukunft Menschen in Notlagen noch besser helfen zu können.


Der Rat von inventied für Gründer:innen von heute…
„Ein wichtiger Bestandteil beim Verwirklichen der eigenen Idee ist es, dass man sich selbst nicht vergisst. Man sollte definitiv Pause einplanen, denn auch außerhalb der Produktentwicklung steht sehr viel Arbeit an. Weiterhin würden wir jedem empfehlen an Veranstaltungen und Wettbewerben teilzunehmen, denn dadurch erhält man wertvolles Feedback,“ raten Lukas und Jan.

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